23.01.2011

Hochwasser der Elbe

Das Elbehochwasser der letzten Tage und Wochen hat wieder einmal gezeigt, dass es wichtig war, in den in den Hochwasserschutz zu investieren. Allerdings sind noch nicht alle Projekte abgeschlossen bzw. alle möglichen Maßnahmen in Angriff genommen.

In Magdeburgs östlichen Stadtteilen bleibt die Entwässerung des Dräng- und Grundwassers weiterhin ein Problem, welches sicher nicht vollständig gelöst aber verringert werden kann.

Der SPD-Ortsverein Magdeburg-Ost setzt sich bereits seit langem dafür ein, dass seitens der Behörden der Stadt, des Landes und des Bundes Maßnahmen ständig vollzogen werden, durch die von Hochwässern ausgehenden Gefahren verringert werden können. Dazu gehören neben der Überprüfung und Stabilisierung der vorhandenen Hochwasserschutzanlagen

- die Ausweisung der durch Extremhochwässer gefährdeten Stadtgebiete,

- die zusätzliche Sicherung der lebenswichtigen Versorgungs- und Entsorgungsanlagen (Umspannwerke, Abwasserpumpwerke, Klärwerk Gerwisch u. a.), die in diesen Gebieten liegen,

- die Bereithaltung (evtl. gemeinsam mit anderen Kommunen) mobiler Schutzanlagen für Stadtteile und einzelne Bauten, die nicht ausreichend durch Dämme und Mauern geschützt sind,

- die vordringliche Verwirklichung der schon geplanten Vorhaben zur Rückverlegung von Deichen, um zusätzliche Überflutungsflächen zu schaffen, und die Prüfung der Möglichkeiten, diese Flächen noch zu vergrößern,

- die Erarbeitung eines verbindlichen (durch Bundestag und -rat zu verabschiedenden) Gesamtkonzepts für die Elbe unter Berücksichtigung aller Aspekte des Hochwasserschutzes, des ökologischen Werts des Flusses und seiner Auen, des Tourismus als Wirtschaftsfaktor und der Möglichkeiten einer umweltverträglichen Schifffahrt,

- die Sanierung und der Ausbau der Grabensysteme in den niedrig gelegenen Gebieten entlang der Elbe.

Alle Maßnahmen, die geeignet sind, die Fließgeschwindigkeit der Elbe und ihrer Nebenflüsse zu erhöhen, die Tiefenerosion zu beschleunigen und die für den Hochwasserschutz wichtigen Auwälder zu gefährden, sollten unterlassen werden. Dazu gehört besonders die geplante Begradigung des Unterlaufs der Saale.

Bei der Verwendung der Steuergelder muss der Schutz vor Hochwässern Vorrang vor dem weiteren Ausbau der Flüsse zu Wasserstraßen haben.