Oh, Oh, Overkill durch Tschernobyl,


27.01.2011, Wigbert Schwenke (CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Magdeburg und Landtagsabgeordneter) explodiert emotional und mit einem Farbwechsel auf ROT in der Stadtratsdebatte über einen Antrag zur Ausstellung „25 Jahre Tschernobyl: Menschen – Orte – Solidarität“. Mit Schrecken wurde ihm klar, dass dabei die Mahnung an eine der schlimmsten Umweltkatastrophen der Menschheit und damit die Risiken der Atomenergie im Mittelpunkt stehen wird.


Hintergrund:


Die CDU und die FDP hatten mit Schwenkes Unterschrift den Antrag eingebracht, „… mit den Machern der Ausstellung „25 Jahre Tschernobyl: Menschen – Orte – Solidarität“ in Kontakt zu treten mit dem Ziel, diese Ausstellung … in geeigneten Räumlichkeiten der Landeshauptstadt zu präsentieren.“

(http://ratsinfo.magdeburg.de/vo0050.asp?__kvonr=212872&voselect=116703)


Nachdem Stadtrat Jens Rösler (SPD) im Namen seiner Fraktion mit einem Änderungsantrag die Forderung aufstellte, durch eine begleitende Podiumsdiskussion zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Ausstellung und die Risiken bei der Nutzung der Atomenergie aufzuzeigen, gab es für Schwenke kein Halten: Er erkannte den Sinn der von ihm beantragten Ausstellung. Dazu passt natürlich nicht, dass die CDU und FDP im letzten Jahr die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert hatten.


Schwenke zog den eigenen Antrag zurück.


Die Stadtverwaltung hat allerdings inzwischen angekündigt, auch ohne Stadtratsentscheidung Räumlichkeiten für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Und das Thema „Nutzung der Atomenergie“ wird auch weiter in der Diskussion bleiben, denn schließlich ist bereits der nächste Castortransport durch Deutschland, u. a. durch Sachsen-Anhalt, geplant.