Donnerstag, 16.02.2012
Alternative Planungen für die Strombrückenverlängerung

In den letzten Wochen wurde bekannt, dass die Pläne zur Strombrückenverlängerung ggf. gestoppt werden müssen. Hintergrund sind Bedenken der Umweltbehörde, dass die geplante Pfeilerbauweise die Population von Bibern, Libellen und möglicherweise Fischotternstören könnte.

Als Alternative wurden Entwürfe für eine Pylonbrücke vorgelegt. Dies scheint zwar eine elegante Lösung zu sein, aber die Kosten sind so hoch, dass dies zu Schwierigkeiten für die Stadt führen könnte.


Aufgrund dessen haben Hans-Dieter Bromberg (Fraktionsvorsitzender der Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future!) und ich den Antrag A0015/12 „Alternative Planungen für die Strombrückenverlängerung“ eingebracht:


Der Stadtrat möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt zu prüfen, wie durch eine alternative Brückenlösung die Straßenbahntrasse unabhängig von der Anna-Ebert-Brücke dauerhaft, zeitnah und

kostengünstig über die Alte Elbe geführt werden kann.

Dabei sind neben den bisherigen Brückenplanungen insbesondere folgende Möglichkeiten zu berücksichtigen:

1. Die Verlegung einer zweispurigen Straßenbahntrasse über die alte Kohlebahnbrücke nach

Sanierung oder Neuaufbau dieser Brücke.

2. Den Abriss der Kohlebahnbrücke und die Renaturierung der bebauten Fläche, um im

Genehmigungsverfahren für den bisher geplanten Brückenneubau Spielraum für einen Eingriff in den Naturraum zu erlangen.

Der Antrag ist in den Ausschüssen StBV, Umwelt und Energie sowie im Finanzausschuss zu

beraten.


Begründung:

Für den ostelbischen Raum und den wachsenden Veranstaltungsverkehr in diesem Stadtgebiet ist es unerlässlich eine dauerhafte Lösung für den öffentlichen Nahverkehr zu schaffen. Die Anna-Ebert-Brücke kann nicht hinreichend für die dauernden Belastungen des modernen Straßenbahnverkehrs ertüchtigt werden. Bisherige Brückenplanungen sind in der Ausführung sehr teuer oder aus umweltrechtlichen Gründen (FFH-Gebiet) nicht realisierbar. Mit einer alternativen Lösung könnten vorhandene Bauwerke genutzt werden. Auch wäre zudem eine Anbindung der Rotehorninsel an den schienengebundenen ÖPNV möglich.


Der Antrag wurde in den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr, den Ausschuss für Umwelt und Energie und den Finanz- und Grundstücksausschuss überwiesen.